7,5 cm Pak 40 an der Sollum-Front Juni 1941

7,5cm Pak 40


Szenario

Nach schweren Abwehrkämpfen bei Sollum im Juni 1941, erhält die 5. lei. Div. und die 15. Pz. Div. Verstärkungen an neuralgischen Punkten, um einen Gegenangriff zu organisieren. Mit dabei ist ein frisch verlegter Panzerabwehrzug aus Frankreich, um die Panzerjäger-Abteilung (mot) 33 zu verstärken. Die Geschütze sind noch in grau, schnell mit Sandfarben bepinselt und die Soldaten noch mit Stiefeln eingekleidet, als der Befehl zum Verlegen kommt. Direkt aus Bengasi geht es zum Einsatz mitten im Nirgendwo.

Maßstab

1/35

Bausatz

Tamiya Pak40 mit 3 Mann Besatzung


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Baubericht


Tamiya Pak40 im Maßstab 1/35


Tamiya Bausatz Pak40 mit drei Mann Besatzung. Pak gebaut und mit Panzergrau grundiert. Hier habe ich das Fahrgestell, das Schild und die Kanone samt Verschluß einzeln grundiert. Danach habe ich eine provisorische Wüstentarnung "angestrichen" und das Ganze mit einem dunkelbraunem wash und einem Filter aus Sandgelb versehen.

Verwendete Farben sind Tamiya Acrylfarben und Revell Acrylfarben.

Als nächstes habe ich die Figuren zusammen gebaut und eine Stellprobe gemacht. Weil ich gerade erst beginne, habe ich die Klebestellen der Arme und Beine nicht gespachtelt, was sich später als kleiner Makel herausstellt.

Wer hier eine gute Empfehlung hat für ein leicht zu verarbeitenden Spachtel, bitte eine Nachricht über mein Kontaktformular!

Im nächsten Schritt habe ich die Figuren grundiert. Hier habe ich darauf geachtet, dass jeder verschieden ausgeblichene, gefärbte Uniformteile hat.

Das DAK war ein bunt zusammengwürfelter Haufen und die Uniformen sind schnell verblichen und sahen dann sehr unterschiedlich aus. Auf Orginal-Bildern kann man das gut erkennen. Es gibt sogar viele Bilder mit Soldaten in Knobelbechern.

Danach habe ich allen ein wash mit Sandgelb verpasst. Nordafrika ist sehr staubig und der Abschuß einer 7,5 cm Pak-Granate wirbelt ordentlich Staub auf.

Gasmaskenbehälter, Seitengewehre und anderes Zubehör habe ich vorher grundiert und "gealtert". Die Helme haben natürlich viele Lackabplatzer.


Sockel aus Leimholz mit Lasur und Klarlack

Den Sockel des Dioramas habe ich aus einfachem Leimholz (Kiefer) und Viertelrundleisten gebaut, die Grundplatte  geschliffen, den Rundstab auf Gehrung gesägt und dann alles mit Holzleim verklebt.

Für einen guten Kontrast verpasste ich dem ganzen eine dunkle Lasur (Mahagoni) und anschließend habe ich den Sockel mit glänzendem Klarlack versiegelt.

Achtung! Wenn ihr anschließend mit nassem Gips arbeitet, sollte das Holz perfekt versiegelt sein, sonst könnte die Feuchtigkeit dafür sorgen, dass das Diorama "gesprengt" wird.

Leider ist das bei meinem ersten Versuch passiert. Erlaubt euch Fehler und lernt daraus. Beim nächsten Projekt werdet ihr es besser machen.


Den Sockel habe ich mit einer Mischung aus Gips, Holzleim und Sand gefüllt und "frei Hand" eine sinnvolle Landschaft geformt. Der Sand gibt dem Gips ein natürliches Aussehen und der Holzleim sorgt dafür, dass die ganze Masse nicht zu spröde wird. Mit einem Schwamm könnt ihr der noch feuchten Masse durch Tupfen eine natürliche Struktur geben.

Solange der Gips noch nass ist, habe ich echte Steine, echte Pflanzen und echten Sand platziert. Der Holzzaun, um den Wüstensand zu bändigen, ist aus Eisstilen gefertigt, die ich zufällig in der Küche gefunden habe.

Die Büsche und Sträucher sind vertrocknete Blüten und Gras aus dem Park um die Ecke. Geht raus, haltet die Augen offen. Überall ist Modellbaumaterial und es ist meistens kostenlos und ihr schnappt noch frische Luft dabei und oder verbringt Zeit mit euren Kindern.

Wüstendiorama mit Sand, Gips und Steinen


Nach 72 Stunden Trocknungszeit habe ich den Sand, die Felsen und das Holz grundiert und mit einer Vielzahl von washes und hin und wieder mit Trockenbürsten bearbeitet, bis es mir gefallen hat.

Ihr könnt nichts verkehrt machen. Probiert euch aus. Wenn es euch nicht gefällt, macht ihr weiter. Falls es gar nicht funktioniert, fangt von vorne an.

Als Grundregel gilt Folgendes. Eine sehr stark verdünnte dunkle Farbe läuft in die Vertiefungen und Ritzen und sorgt für einen natürlichen 3-D-Effekt. Das nennt man wash.

Einen Pinsel mit wenig, fast trockener Farbe über Erhöhungen zu führen, bringt genau das Gegenteil vom dunklen wash und nennt sich "trocken Bürsten". Beide Techniken mit unterschiedlichen Farbschattierungen sorgen für einen natürlichen, organischen Look.

Probiert es aus, auch gern an Testmodellen oder Steinen oder kleinen Holzbrettern. Man erkennt sehr schnell, wie es funktioniert und wie man beide Techniken universell bei Fahrzeugen, Figuren, Felsen und Landschaften einsetzen kann.


Am Ende kommen noch die wichtigen Details hinzu, wie Kisten, Kanister, Munition, Rücksäcke u.s.w.

Ich habe extra Munition und Munitionskisten als Zubehör für die Pak online bestellt. Auch da gibt es keine Grenzen. Ihr bekommt die passende Munition aus Plastik, aus Metall, Zubehör aus Resin und und und.

Ich frage mich immer, dient der Zusatzkram dem Diorama, macht er es realistischer? Macht er es emotionaler? Wenn ihr eine der Fragen mit Nein beantwortet, solltet ihr nicht bestellen und über Alternativen nachdenken. Am Ende muss es euch gefallen, nichts anderes zählt.


Diorama einer Pak40-Stellung in Afrika