Diorama Deutsches Afrikakorps


Szenario:

2. Weltkrieg, Nordafrika, Sollumfront, Juni 1941

Maßstab:

1/35

Bausätze:

  • Tamiya SdKfz. 222 mit Motorrad Moto DKW N350 und 3 Figuren
  • Revell/Italeri Kübelwagen mit Zelt und 2 Figuren
  • Dragon Gebirgsjäger Kreta 1941 4 Figuren
  • MiniArt British Tank Riders 3 Figuren


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Baubericht


Heute habe ich mein nächstes großes Projekt begonnen. Ein Diorama im Szenario DAK 1941 mit 3 Fahrzeugen und 11 Figuren. Begonnen habe ich mit einer kleinen Skizze, die allerdings schon wieder überholt ist. Danach habe ich mir den Revell Kübelwagen vorgenommen, gebaut und grundiert. Ebenso das enthaltene Zelt. Grundiert habe ich mit Revell Acryl Afrikabraun. Der Bausatz des Kübelwagen ist ok, aber das offene Verdeck ist eine Katastrophe. Deswegen habe ich direkt einen Zurüstsatz von Mantis für den Kübel bestellt (Verdeck, Ersatzreifen mit Fliegertuch, Stoßstange mit Stahlseil).

Der Mantis Bausatz für den Kübel ist da! Was für eine irre Qualität. Unglaublich, wie fein und detailiert die Strukturen sind. Sogar die Enden des Stahlseils sind aufgespleißt. Ich habe mich sofort an die Arbeit gemacht und den Kübel ohne Räder, Verdeck, Lenkrad und Ersatzrad bemalt. Danach habe ich ihm ein dunkelbraunes wash verpasst. Anschließend gabs noch eine sandgelben Filter von außen. Nach Montage der restlichen Teile gab es noch ein helles wash und anschließend habe ich die exponierten Stellen mit einem hellen Sandgelb von Revell trocken gebürstet. Die Planen habe ich mit Khaki von Tamiya grundiert und später separat gealtert. Das Zelt und die Zubehörteile durchliefen eine ähnliche Prozedur. Am Ende noch ein wenig chipping und das war es für heute.


Heute war endlich das SdKfz. 222 von Tamiya dran, eines meiner Lieblingsfahrzeuge. Die Qualität des Bausatzes ist ok, allerdings musste ich hier viel nacharbeiten und entgraten. Das Fahrwerk plus Getriebe und Differential habe ich separat in Panzergrau von Revell bemalt, den Unterboden mit Wooden Deck von Tamiya, was auch die Grundfarbe des ganzen Fahrzeugs wird. Ich habe mich bewusst für diesen hellen Farbton entschieden, da durch die späteren washes und Filter das Modell insgesamt nachdunkelt. Weiterhin möchte ich alle Fahrzeuge und Figuren mit verschiedenen Nuancen darstellen, um das Dio interessanter zu gestalten und weil das DAK sowieso ein zusammengewürfelter, improvisierter Haufen war und die Ausrüstung in der Sonne Afrikas schnell ausblich.  Nebenbei habe ich die beiden Figuren vom Kübel geklebt, gespachtelt, geschliffen und grundiert.

Die Figuren erhalten ihre Details, das Zubehör habe ich eine Basisfarbe vergeben. Hier war mir wichtig, verschiedene Farbtöne zu verwenden, um das ganze interessanter und dynamischer wirken zu lassen. Nach dem wash und dem Altern, wird der Unterschied nicht mehr so groß sein. Weiterhin habe ich das Motorrad begonnen und den Rädern ein wash verpasst. Das ist auch ein Test, wie stark die Basisfarbe des Fahrzeugs nachdunkelt.


So ihr Lieben, heute habe ich das 222er fertig gebaut und mit der Basisfarbe grundiert. Der Bausatz von Tamiya ist ok, allerdings müssen viele Teile nachbarbeitet werden. Die Paasgenauigkeit ist gut und die Details auch. Da ich alles mit dem Pinsel mache, ist das natürlich noch nicht optimal. Die Anbauteile habe ich separat bemalt. Weiter geht es mit ein, zwei weiteren Farbschichten, Klarlack usw.

Mit ein bißchen Zeit und Motivation ging es heute an Grundierung des Schutzgitters und an die erste Schicht Klarlack. Während der trocknet habe ich weitere Figuren entgratet, geklebt und teilweise grundiert. Auch wenn es viel Arbeit macht, entgratet die Figuren sauber, das Ergebnis spricht für sich. Unter Umständen konnt ihr auch an den Schultern spachteln und schleifen. Den Uniformen verpasse ich alles an Farbtönen, was mein Set hergibt. Afrikabraun und Grüngrau von Revel, Sandbraun, Wooden Deck und Kkaki von Tamiya. Hier soll richtig Leben und Abwechslung in die Bude. Auch die Fahrzeuge und das Zubehör wird immer sehr unterschiedlich bemalt. DAK halt, viel zusammengewürfelt, Beuteausrüstung und starkes Ausbleichen durch die Sonne. Später habe ich die Decals und alle Anbauteile an den 222er gebracht. Die Räder sind schon separat gealtert.


So langsam sind alle Teile des Dios fertig. Ich habe heute eine erste Stellprobe gemacht und das Material für die Basis besorgt. Leimholz, Sperrholz, Polysterol, Holzleisten. Dann habe ich mir das 222er vorgenommen und nachdem ich schon ein Akryl- und ein Enamel-Wash probiert hatte, habe ich mich an ein Öl-Wash gewagt. Was soll ich sagen. Das funktioniert großartig. Der Farbton bleibt erhalten, es lässt sich wunderbar verarbeiten und überschüssiges Wash kann man einfach, sogar noch Tage später, mit etwas Terpentin entfernen.

Anschließend gab es ein paar Lackabplatzer und Rost für den Auspuff. Vielleicht bekommt er noch einen leichten Filter aus Sandgelb und Staubpigmente. Die vorhandenen Figuren habe ich fertiggestellt, bin allerdings nicht so begeistert. Das ist eine Wissenschaft für sich. Bei den fünf Tommys habe ich mich für drei entschieden, die als Kriegsgefangene eingebracht wurden. Die sind fertig gebaut. Ich habe diesmal alles fertig geklebt und hoffe, dass sie sich gut bemalen lassen.

Die Qualität der Figuren von Miniart ist nicht so besonders, aber bei dem Preis, steckt men gern etwas mehr Arbeit rein. Übrigens, die Gebirgsjäger von Dragon sehen auch nicht besser aus.




Heute war die Diorama-Basis dran. Endlich! Ich bin jetzt kein Schreiner und deswegen ist das natürlich nicht optimal. Die Zutaten sind Leimholz, Vierkantleisten, Sperrholz, Viertelrundstäbe, Holzleim, Beize und Klarlack.

Ich habe die Basis bewusst sehr dunkel gemacht, damit das helle Afrika-Dio gut zur Geltung kommt. Wichtig ist, das Holz auch von innen zu versiegeln, damit später vom Gips keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Außerdem empfehele ich, sehr gewissenhaft zu schleifen. Ich habe bei einer 800er Körnung aufgehört. Das ist zu grob. Wenn es richtig schön werden soll, sollten das Leimholz und die Sperrholzplatten sehr sauber und fein geschliffen werden.

Achtet außerdem auf überschüssigen Holzleim. Der versiegelt das Holz und die Beize kann da nicht gut eindringen. Auch das sieht nicht schön aus. Viel Spaß beim Nachbauen.



Heute habe ich an der Basis weitergearbeitet. Über das Styropor kam eine Schicht Gips. Ich habe die oberen Felsen modelliert, den Boden mit Reifenspuren gestaltet und zuletzt den kleinen Abgrund geformt. Das war heute der erste Versuch und ich bin ganz zufrieden. Ideen und Tipps dazu findet ihr auf youtube oder anderen Websites zum Thema.

Wichtig ist nur, dass ihr gut vorbereitet seid, denn der Gips bindet schnell ab. Die Sandstrukturen habe ich mit einem Schwamm gemacht. Hier ist aber wichtig das der Gips nicht zu trocken ist, sonst funktioniert das nicht.

Probiert am besten vorher aus, wie das geht. Als nächstes kommen noch Felsen und Geröll drauf und dann beginne ich mit den ersten Washes und der Bemalung.

Nun ist die Basis bemalt. Ich habe dafür Acrylfarben aus der Tube verwendet, um den Felsen ein wash zu geben (braun, schwarz, rot, ocker). Danach habe ich den Boden mit ganz vielen verschiedenen Sandtönen bemalt und die Fahrspuren etwas heller dargestellt. Die Feinarbeit habe ich mit meinen Acrylfarben von Tamiya gemacht.

Damit die Felsen sehr natürlich aussehen, habe ich abwechselnd gewasht und trocken gebürstet bis mir das Resultat gefallen hat. Ähnlich am Boden. Später habe ich verschieden große Felsbrocken und Steine geklebt und das Ganze mit feinem Chinchillasand abgerundet. Auch der Schutt hat seine washes und Bürstungen erhalten. Um noch mehr Leben in die Bude zu bekommen, habe ich hier und da noch Steinhaufen gesetzt und mit Wüstengras dekoriert.

Nach der Fertigstellung der restlichen Figuren, ist das Diorama nun fertig. Die vier Gebirgsjäger aus Kreta und die drei britischen Gefangenen haben ihr Details, ein wash und wiederum Details erhalten. Figuren und Fahrzeuge sind nicht fixiert, sodass die Basis später auch für andere Modell verwendet werden kann.