Kleber, Farben & Co.

Erwähnte ich schon, dass ich ein Fan der Idee "Weniger ist mehr!" bin? Ich könnte mich hier auf hundert Unterseiten zum Thema Farbe, Lacke, Grundierungen, washes, Pigmente und Kleber auslassen. Es gibt dazu eine Vielzahl an verschiedenen "Wahrheiten" und Philosophien. Ich kann nur über meine Erfahrungen berichten und über das Material, dass zu meinem Stil und meinen Arbeiten passt.

Vor dem Hintergrund, dass es um minimalen Aufwand mit maximalem Nutzen geht, beschreibe ich hier nur das Nötigste, um erfolgreich arbeiten zu können. Jeder muss für sich entscheiden, wie viel Aufwand er betreiben möchte und wie viel Geld er da investieren möchte.


Kleber

verschiedene Kleber

Ohne den Stoff, der alles zusammenhält, geht natürlich gar nichts. Zum Thema Kleber gibt es aus meiner Sicht nicht viel zu sagen, außer, dass ihr welchen braucht und dass es da draußen Unmengen von Herstellern und Varianten gibt.

Ich benutze aktuell nur drei verschiedene Kleber. Als Standardkleber den von Revell. Er lässt sich gut verarbeiten und  kann gut dosiert werden. Der extra dünne Kleber von Tamiya hat den Vorteil, dass er durch die Kapilarität fast von allein dahin fließt, wo ihr ihn braucht. Er greift auch kaum die Oberfächen eurer Bauteile an. Oft halten die Bauteile schon ohne Kleber und dann braucht ihr nur noch den feinen Klebestoff plazieren. Das ermöglicht ein sehr sauberes Arbeiten.

Für Fotoätzteile und generell Bauteile aus Metall benötigt ihr einen guten Sekundenkleber. Auch hier gilt, probiert herum und sucht die für euch beste Lösung.



Farben

Da ich ohne Airbrush arbeite, ist das Thema Farben nicht so entscheidend. Welchen Hersteller ihr benutzt, ist eure Entscheidung. Wirklich schlechte Farben gibt es nicht.

Ich benutze vorrangig Acrylfarben, da diese wasserlöslich sind und nicht so sehr stinken. Gut verarbeiten lassen sich Farben von Tamiya, sowohl zum Sprühen, als auch zum Pinseln. Die Menge in den Fläschchen ist groß und durch die Schraubdeckel, kann man gut damit arbeiten.

Das Angebot und die Palette an Farbtönen ist groß, dennoch macht es viel Spaß, verschiedene Farben miteinander zu kombinieren und eigene Farbtöne zu entwickeln.

Verschiedene Abstufungen eines Farbtones aufgebracht auf eure Modelle sorgen zudem für eine "organischere" Farbwelt und ein individuelleres Erscheinungsbild. Verlasst ruhig die ausgetretenen Pfade und probiert was Neues aus.

Acrylfarben von Tamiya


Acrylfarben von Revell

Ein sehr bekannter Hersteller ist Revell. Revell ist schon lange am Markt und hat auch eine riesige Palette an Farbtönen zur Auswahl. Viele erfahrene Modellbauer lehnen diese Farben ab.

Ich arbeite gern mit den Farben von Revell, weil sie sich gut zur Verarbeitung mit dem Pinsel eignen. Außerdem haben sie eine hohe Deckkraft und sind nicht so empfindlich.

Ich empfehle, am Anfang nur die Farben zu kaufen, die man für den Start wirklich braucht. So bleibt die Investition überschaubar und ihr könnt auch gut einschätzen, ob ihr mit diesen Farben arbeiten wollt oder lieber auf einen anderen Hersteller wechselt.

Probiert auch verschiedene Verdünner aus. Wasser ist nicht immer die beste Variante. Viele Hersteller bieten auch spezielle Verdünner für ihr Acrylfarben.


Der Klassiker unter den Farben sind die Enamel- oder auch Email-Farben. Diese müssen mit einem lösungsmittelhaltigem Verdünner verarbeitet werde. Nicht nur Revell, sondern auch Hersteller, wie Humbrol und andere, haben diese Farben im Angebot. Diese Farben riechen allerdings stark und der Verdünner steuert ebenfalls unschöne Dämpfe bei.

Für mich sind diese Farben allerdings unverzichtbar, da die matten Farben ein schönes Farbbild machen und gerade Details lassen sich wunderbar mit diesen Farben gestalten.

Weitere Hersteller von Farben im Modellbaubereich sind Ammo of MIG, AK Interactive, Gunze/Mr. Hobby, Humbrol, Lifecolor, Vallejo, Hataka Hobby, Mission Modells, Tamiya, Italeri und viele andere.

Alle haben ihre Berechtigung und individuelle Eigenschaften. Der Eine schwört auf die, der Andere auf eine andere.

Enamel-Farben von Revell



Verdünner, Spachtel, Grundierung

Verdünner, Grundierung, Spachtelmasse

Neben der Grundausstattung werde ich wohl nicht daran vorbei kommen, nach und nach weitere nützliche Produkte zu erwerben. Für den Start ist ein Verdünner und ein Grundierungsspray sehr wichtig.

Spachtelmasse und verschiedene Klarlacke zum Trennen von Farbschichten, Versiegeln oder auch, um Alterungseffekte, wie Öl und nassen Schlamm zu gestalten, gehören ebenfalls mit dazu.

Da ich ja praktisch mit dem Modellbau neu beginne, werde ich euch hier über meine Erfahrungen mit neuen Produkten und Herstellern auf dem Laufenden halten. Natürlich freue ich mich auch über detailierte, aussagekräftige Berichte von euch und werde sie gern hier publizieren.

Nutzt dazu einfach meine Mailadresse. Ich werde mich umgehend bei euch melden, um alle wichtigen Details vorab zu besprechen.