Puppenhaus

Neulich kam meine Tochter zu mir und sagte: "Papa, du baust doch so Modelle. Kannst du mir nicht auch eins bauen? Ein Modellhaus für meine Playmobilfiguren?". Ich so: "OK.". Dann haben wir uns einen Plan gemacht, sind in den Baumarkt gefahren und haben einfach angefangen. Hier unser Baubericht, zum Kommentieren und Nachmachen.


Baubericht

Am Anfang gab es nur die Idee, ein Puppenhaus zu bauen. Ich hatte keine Ahnung aus welchem Material. in welchem Maßstab und mit welcher Struktur.

Ich kam schnell zu dem Schluß, dass es einfach, aber sehr stabil werden sollte. So setzte ich mich hin und entwickelte einen Bauplan, der klar und flexibel sein musste, da ich im Baumarkt auf vorhandene Maße reagieren wollte.

Das passende Material war schnell gefunden. Leimholz aus Kiefer ist sehr günstig und lässt sich gut verarbeiten. Die Bretter habe ich mir vor Ort zuschneiden lassen.

Einkaufsliste:

  • Leimholz
  • Sperrholz für die Rückwand
  • Lasur Mahagoni
  • weißer und rosafarbener Möbellack
  • Schrauben
  • kleine Leisten (4x4mm) für die Fensterrahmen


Die Etagenbretter habe ich dunkel lasiert. Hier erziehlt man bessere Ergebinisse, wenn man die Lasur zwei mal aufträgt. Wer Bodenbeläge einbauen möchte, sollte jetzt darüber nachdenken, diese schon zu verlegen. ich habe mich dagegen entschieden.

Danach werden die Trennwände zugesägt, die haben eine geringere Tiefe, damit das Haus besser bespielbar ist. Auf diese Weise spart man sich elegant den Bau von Türen. Wie gesagt, einfach und robust soll es werden.
  
Anschließend habe ich die Trennwände weiß lackiert. Auch hier empfiehlt es sich, den Lack in zwei Schichten aufzutragen. Wer möchte, kann jetzt schon Tapete oder individuelle Wandfarben je nach Zimmer auftragen.

Nun war es Zeit, dass Dach auch zwei mal zu lackieren. Der verwendete Farbton ist Orchidee und die Lacke sind Acryllacke auf Wasserbasis. Wenn alles gut durchgetrocknet ist, kann der Zusammenbau beginnen.


Der Zusammenbau ist ziemlich einfach. Hin und wieder ist eine helfende Hand nötig. Ich habe mich entschieden, alle Löcher mit einem kleinen Holzbohrer vorzubohren, um zu vermeiden, dass das Holz reißt.

Zusätzlich habe ich mit einem Senkkopfbohrer schon Platz für die Schraubenköpfe geschaffen. Man könnte alternativ auch einfach einen gößeren Bohrer nehmen.

Ich habe mich spontan entschieden, die oberste Etage auf die Tiefe der Trennwände zu verkleinern, um die Bespielbarkeit der zweiten Etage zu erleichtern.

Bis alle drei Etagen eingebaut sind, habe ich die Schrauben noch nicht ganz fest gezogen. Das erleichtert euch das Einpassen der einzelnen Segmente.

Danach habe ich alle Schrauben festgezogen. Nutzt zur Sicherheit ruhig die Drehmomentsperre an eurem Akkuschrauber. Das Holz ist sehr weich und schnell ist eine Schraube zu tief versenkt.



Die Dachbretter habe ich einfach mit vier Schrauben verbunden, anschließend Unebenheiten verspachtelt, geschliffen und noch mal mit einer finalen Schicht Lack versehen.

Zum Schluß wird die Rückwand aus Sperrholz zugeschnitten. Mit einer Laubsäge habe ich noch Fenster ausgesägt. Danach muss die Rückwand noch lackiert werden. Auch hier wäre jetzt Gelegenheit, Wandfarben oder Tapete aufzukleben. Zeichnet euch die Umrisse auf der Rückwand leicht an, dann könnt ihr ganz einfach "tapezieren".

Jetzt habe ich die dünnen Modellbauleisten, die ich vorher ebenfalls dunkel lasiert hatte, zugesägt und0 als Fensterrahmen um die Fenster geklebt. Dafür eignet sich einfacher Holzleim. Nun können nach Belieben Gardinen und Vorhänge hinzugefügt werden.

Zum Abschluß kan man noch dezent kleine LED-Leuchtleisten unter die Decken kleben, um das Haus von innen zu beleuchten. Nun ist es bezugsfertig und leuchtende Kineraugen sind garantiert! Viel Spaß beim Nachbauen und Weiterentwickeln!

Materialkosten: ca. 50 Euro